Spanien – Land mit vielen Facetten
Die Deutschen haben eine ganz besondere Beziehung zu Spanien, denn an den Küsten der iberischen Halbinsel und auf den Inseln des südländischen Königreiches machen die Teutonen liebend gern Urlaub. Spanien, das steht für vielerlei Reize. Eine Hauptrolle spielen natürlich das Klima und die Landschaft. Sonne satt, dazu jede Menge Strände und zur Abwechslung schattige Pinienwälder und Olivenhaine. Doch es wäre falsch, Spanien nur auf seine natürliche Schönheit zu reduzieren. Denn auch in Sachen Kultur und Lebensart hat dieses Mittelmeerland einiges zu bieten.
Madrid, Sevilla und Valencia – lange haben diese stolzen Namen die ersten Plätze eingenommen, wenn von spanischen Städten die Rede war-und zwar auch vollkommen berechtigt, schließlich haben sie viele Facetten, die nicht nur für Touristen eine Attraktion darstellen. In den letzten dreißig Jahren aber haben sie Konkurrenz aus dem Norden bekommen. Vor allem Barcelona hat in der Beliebtheitsskala deutlich zugelegt. Breite Boulevards mit quirligen Cafés und jungen Geschäften, eine faszinierende Kunstszene und nicht zuletzt die Bauten von Antonio Gaudi sind für diesen Sprung nach oben verantwortlich. An seinem berühmtesten Werk, der Kathedrale Sagrada Familia wird seit 1882 gebaut und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Gemausert hat sich auch das vergleichsweise kleine Bilbao im Baskenland. Wieder sind vor allem Kunstliebhaber dafür verantwortlich. Sie sorgen seit der Eröffnung des aufsehenerregenden Guggenheim-Museums für ein international stark gewachsenes Interesse und damit für einen völlig neuen Blick auf die Stadt.
Doch was wären Kunst und Kultur ohne kulinarische Genüsse? Keine Sorge, in Spanien wird der Magen nicht lange knurren, denn wer es nicht bis zu der fast schon legendären Paella oder dem baskischen Huhn am Abend aushält, der snackt ganz einfach zwischendurch. Viele der Tapas-Bars in Spanien sind eine kleine Sensation, für das Auge ebenso, wie für den Magen. Dekorativ und appetitlich arrangiert, warten hier wunderbare Kleinigkeiten darauf, vom Gast ausgesucht und von der Bedienung kunstvoll auf dem Teller zusammengestellt zu werden. Kleine Brote mit unterschiedlichsten Gemüseaufstrichen, gefüllte Eier und geröstete Paprikaschnitze lassen den Vegetariern das Wasser im Munde zusammenlaufen; Sardellenröllchen, gebratene Fleischstückchen und winzige Mettbällchen in scharfen Soßen stehen auf der Wunschliste der fleischessenden Gourmets. Alle gemeinsam können sich über Erdnüsse, Tortilla und Oliven hermachen. Selbstverständlich stammen beim Besuch in der Tapas-Bar auch die Getränke aus Spanien. Das Land hat einen hervorragenden Namen für gute Rotweine – allen voran die Abfüllungen des Riojas. Geradezu weltberühmt aber ist Spanien für seinen Sherry. Ein Abstecher nach Jerez de la Frontera ist unbedingt lohnend. Jerez ist der berühmteste Teil des sogenannten "Sherry Dreiecks". Von hier finden die Flaschen ihren Weg in die erlesensten Spirituosen-Geschäfte rund um den Globus.
Kulinarisch hat Spanien demnach wirklich viel zu bieten und aufgrund des sehr warmen Klimas eignen sich besonders die scharfen Speisen, die mit Alkoholika gut runtergespült werden können. Schon die Ureinwohner wussten, dass die sehr salzreiche Küche Spaniens gute Auswirkungen auf Körper und Geist hat. Schließlich wird durch die heißen Temperaturen im Sommer der Salzgehalt des Körpers verringert und dieser kann in Form von entsprechender Nahrung problemlos ausgeglichen werden.